DLB und die Stadt Baden 
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Seit etwa 2000 Jahren werden die Badener Heilquellen - die mineralreichsten Thermen der Schweiz - genutzt. Vermutlich schon in helvetischer Zeit benützt, brachte es dann das römische Baden (Aquae Helveticae) zu einer auch literarischen und durch Funde belegten grossen Blüte. Das Kurviertel befand sich an der Austrittsstelle der Thermalquellen am Limmatknie - wie heute noch; die einheimische Bevölkerung legte ihre Siedlung später oberhalb auf der Ebene an.

Viele Jahrhunderte lang hörte man nichts mehr von den Heilbädern, bis sie dann etwa im Jahre 1000 an unter verschiedenen Feudalherren, besonders den Habsburgern, an Profil gewannen und eine grosse Anziehungskraft ausübten, was auch die um 1100 erbaute grosse romanische Dreikönigskapelle beweist. Nach der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen im Jahre 1415 ging die Beliebtheit der Bäder nicht mehr verloren. Besonders die Jahre von 1416-1712, das «goldene Zeitalter» Badens, sind von hohem kulturgeschichtlichen Reiz. Das damalige Badeleben, das zum Teil sehr frei war, wird in unzähligen Berichten als einzigartig geschildert. Die sogenannten «Badenfahrten», vorab der Zürcher Bürger, verliehen dem luxuriösen Leben in den Bädern einen besonderen Glanz. Ein schöner Brauch seit dem Mittelalter bestand darin, dass unter dem Zeichen der heiligen Verena auch die Bedürftigen zu ihrer Badekur kamen. Das 18. Jahrhundert verlief sehr still, bis dann vom 19. Jahrhundert an in mehreren baulichen Schüben, besonders zur Biedermeier-. Gründer- und Jugendstilzeit, das Kulturviertel sich zu einem auch architektonisch reizvollen Badekurort mit Gästen aus allen Ländern wandelte.

Das heutige Aussehen erhielt die Altstadt in der Zeit der Spätgotik zwischen 1450 und 1550 mit Tortürmen - heute steht noch der Stadtturm - , Stadtkirche, Rathaus mit Tagsatzungssaal, Kaufhaus, Heilig-Geist-Spital (abgebrochen), Kornhaus, Landvogteischloss und stattlichen Bürgerhäusern, besonders am Markt (heute Weite Gasse).

Später setzten dann Renaissance und Barock neue Akzente, besonders mit dem um 1670 wieder aufgebauten Schloss Stein, das jedoch 1712 von den Siegermächten des zweiten Villmergerkrieges wieder in Trümmer gelegt wurde. Diese Niederlage war auch das Ende der eidgenössischen Tagsatzung, die seit der Eroberung durch die Eidgenossen jährlichen im Sommer in Baden tagte und deren Bedeutung für Stadt und die Bäder nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, wurde doch Baden so fast 300 Jahre lang zu einem Mittelpunkt der Eidgenossenschaft. Im Vergleich dazu waren die Religionsdisputationen um 1526 und der Europäische Friedenskongress 1714 nur kurz aufleuchtende Glanzpunkte, aber immerhin Zeichen für die bis heute anhaltende Beliebtheit als Kongress- und Tagungsort. Kurzlebig war der Kanton Baden zur Zeit der Helvetik von 1798 bis 1803. Im neuen, 1803 gegründeten Kanton Aargau ist Baden Zentrum des östlichen Kantonsteils und zum Hauptort des gleichnamigen Bezirks mit 27 Gemeinden und somit zum Sitz der Bezirksverwaltung und des Bezirksgerichts geworden.

Quelle: Die Aargauer Gemeinden - Aug.1991

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